REHA- UND PRÄVENTIONSTRAINING FÜR ZUHAUSE
Ihr habt körperliche Beschwerden, stolpert ab und zu, schüttet mal etwas daneben oder seid wackelig auf den Beinen? Dann solltet ihr unter anderem eure koordinativen Fähigkeiten trainieren! Die gute Nachricht ist – mit kleinen und unkomplizierten Übungen, die ihr auch zu Hause durchführen könnt, lassen sich diese langfristig verbessern! Welche koordinativen Fähigkeiten es gibt und wie ihr sie trainieren könnt, erfahrt ihr auf dieser Seite.
Gleichgewicht
Ein gutes Gleichgewicht sorgt für mehr Bewegungssicherheit, ein besseres Körpergefühl und so auch für ein höheres Selbstbewusstsein. Zudem kannst du mit einem guten Gleichgewicht dein Verletzungsrisiko verringern (Sturzprophylaxe).
Reaktions- und Rhythmisierungsfähigkeit
Eine gute Reaktion ist im Alltag unerlässlich: da ist z.B. der Hund, der uns plötzlich vor das Auto rennt oder das spielende Kind am Straßenrand auf die wir plötzlich reagieren müssen.
Die Rhythmisierungsfähigkeit hilft uns erlernte flüssige Bewegungen in einem bestimmten Rhythmus umzusetzen: z. b. beim Tanzen oder natürlich auch beim Treppenlaufen (Stolpergefahr wird reduziert).
Haltungsschule und Kopplungsfähigkeit
Über die Haltungsschule könnte man ganze Romane schreiben. Jeder kennt die Folgen von schlechter oder falscher Haltung: Rücken-, Nacken- oder Hüftschmerzen – um nur ein paar zu nennen.
Die Kopplungsfähigkeit ist wichtig um verschiedene Körperbewegungen gleichzeitig auszuführen: Bsp.: ihr geht zur S-Bahn und bekommt mit, dass ihr spät dran seid. Jetzt müsst ihr schneller gehen vielleicht auch rennen. Die Armbewegungen müssen mit den Beinen koordinieren sonst ist wiederrum die Sturzgefahr gegeben.
Differenzierungs- und Umstellungsfähigkeit
Die Differenzierung ist das Zusammenspiel von den vorherigen Fähigkeiten. Das bedeutet, dass wir z.B. unsere Kraft dosieren können. Bsp. Du möchtest einen Nagel zuerst in eine Holzwand schlagen und danach in eine Rigipsplatte ohne diese zu zerstören.
Die Umstellungsfähigkeit ist dafür verantwortlich wie schnell ich mich auf eine neue Situation einstellen kann: Bsp. Du gehst im Winter spazieren, der Weg ist geräumt und plötzlich kommt ein vereistes Waldstück. Hier hilft diese Fähigkeit um den Weg ohne Sturz zu überqueren.
Hinweis: Jeder Mensch ist unterschiedlich! Daher dienen die kostenlos zur Verfügung gestellten Übungen lediglich als Grundgerüst für dein individuelles Training. Höre bei jeder einzelnen Übung auf deinen Körper und beobachte wie er reagiert. Eventuell musst du die Intensität, Ausführungsgeschwindigkeit oder Wiederholungszahl anpassen. Das Ausführen aller Übungen erfolgt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko.







Stundenlanges Sitzen ist sehr oft der Grund für chronische Rückenbeschwerden. Muskeln verkürzen nicht nur, sondern Muskeln verlieren durch die permanente Sitzhaltung an Kraft. Die eigentliche Aufgaben und Funktionen der Muskeln, wie zum Beispiel die Stabilisierung der Wirbelgelenke, gehen verloren. Schmerzen sind somit oftmals vorprogrammiert.
Fitnesstraining ist entgegen aller sich festgesetzten Vorurteile auch für Kinder und Jugendliche sinnvoll. Zahlreiche Studien konnten feststellen, dass altersgerechtes Krafttraining zu bedeutenden Kraftzuwächsen führt. Außerdem kann ein Krafttraining im Jugendalter, wenn richtig angewendet, eine effektive Maßnahme sein, die Knochendichte zu erhöhen und zur Verletzungsprophylaxe beizutragen.
Wer fit durch den Alltag und das Berufsleben gehen möchte, kommt um ein regelmäßiges Fitnesstraining nicht herum. Eine Kombination aus Cardio- und Krafttraining definiert den Körper nicht nur, auch die kognitive Leistungsfähigkeit nimmt zu. Durch regelmäßige körperliche Betätigung und Fitnesstraining wird die Durchblutung des Gehirns erhöht und die Sauerstoffversorgung verbessert.
• Mehr Power?
Um die Beweglichkeit nach einer Erkrankung zu erhalten und/oder wiederzuerlangen, zählen Sport und Fitnesstraining, aber auch gezielte bewegungstherapeutische Übungen zu den empfohlenen Maßnahmen. Möglich sind verschiedenste Trainingsformen und Übungen. Das ist stark abhängig von den (Vor-)Erkrankungen und gesundheitlichen Einschränkungen.